Vereinssatzung

der „Narrenzunft der Unterwiehremer Käsrieber Freiburg e.V.

in der von der ordentlich einberufenen Zunfthauptversammlung am 15. März 2008 beschlossenen Fassung.


Inhaltsverzeichnis

§ 1 Vereinsname, Sitz
§ 2 Zweck
§ 3 Vermögensverfall
§ 4 Geschäftsjahr
§ 5 Erwerb der Mitgliedschaft
§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder
§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft
§ 8 Ehrungen und Ehrenordnung
§ 9 Beiträge
§ 10 Organe des Vereins
§ 11 Zunfthauptversammlung
§ 12 Zunftrat
§ 13 Oberzunftvogt bzw.-vögte
§ 14 Protokolle
§ 15 Auflösung des Vereins
§ 16 Aktivenordnung
§ 17 BNZ-Satzung
§ 18 Schlussbestimmungen


§ 1 Vereinsname, Sitz
Der im Jahre 1951 gegründete Verein führt den Namen
„Narrenzunft der Unterwiehremer Käsrieber Freiburg e.V.“
und hat seinen Sitz in Freiburg im Breisgau.
Die Zunft ist im Vereinsregister beim Amtsgericht Freiburg unter Nr. 979 in das Vereinsregister eingetragen und ist eine selbstständige Untergliederung der „Breisgauer Narrenzunft Freiburg i. Br. e.V.“

§ 2 Zweck
Die Zunft „Narrenzunft der Unterwiehremer Käsrieber Freiburg e.V.“ verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts „Steuerbegünstigte Zwecke“ der Abgabenordnung.

Zweck des Vereins ist die Förderung des Heimatgedankens und der Fastnacht.
Der Satzungszweck wird verwirklicht insbesondere durch die Pflege der althergebrachten Fasnetbräuche des Breisgaues und dessen Hauptstadt Freiburg i.Br.
Der Verein will unter Ausschluss von parteipolitischen, konfessionellen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten durch traditionsbezogene Fasnetveranstaltungen die alten Fasnetsitten und das damit zusammenhängende Brauchtum in unserer engeren Heimat aufleben lassen und bewahren. Insbesondere soll auch der Jugend der Vereinszweck näher gebracht werden.
Der Verein ist selbstlos tätig. Er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.
Es darf keine Person durch Ausgaben, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 3 Vermögensverfall
Bei Auflösung des Vereins (§ 15) oder bei Wegfall steuerbegünstigter Zwecke fällt das Vermögen des Vereins an die Stadt Freiburg die es unmittelbar und ausschließlich für gemeinnützige Zwecke, insbesondere zur Pflege der Fastnacht nach Maßgabe
der §§ 1 bis 4 dieser Satzung, zu verwenden hat.

§ 4 Geschäftsjahr
Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

§ 5 Erwerb der Mitgliedschaft
Mitglieder sind:

a) Einzelmitglieder (aktive, passive)
b) Ehrenmitglieder
c) Ehrenhästräger
d) Narrensomen

Der Beitritt der Einzelmitglieder erfolgt durch schriftliche Beitrittserklärung gegenüber dem Zunftrat.
Mit der aktiven und passiven Mitgliedschaft ist gleichzeitig die Mitgliedschaft in der Breisgauer Narrenzunft Freiburg i. Br. e.V. verbunden.
Die Ehrenmitglieder werden vom Zunftrat vorgeschlagen und von der Zunfthauptversammlung bestätigt.
Die Ehrenhästräger werden vom Zunftrat ernannt.
Aktive Mitglieder sind Mitglieder, die ein Häs tragen oder dem Zunftrat angehören.
Passive Mitglieder sind Mitglieder, die kein Häs tragen.
Narrensomen sind jugendliche Mitglieder, die ein Häs aber keine Maske tragen.

§ 6 Rechte und Pflichten der Mitglieder
Alle Mitglieder haben das Recht, dem Zunftrat und der Mitgliederversammlung
Anträge zu unterbreiten. Sie sind berechtigt, an allen Veranstaltungen der Zunft teilzunehmen; ausgenommen davon sind ausschließlich für aktive Mitglieder geplante Veranstaltungen, an denen passive Mitglieder nicht teilnehmen können.

§ 7 Beendigung der Mitgliedschaft
Die Mitgliedschaft endet durch:

Tod
Ausschluss
Streichung von der Mitgliederliste
Freiwilliger Austritt

Die Austrittserklärung (Kündigung) hat schriftlich gegenüber dem Vorstand ohne Angaben von Gründen zu erfolgen. Hierbei ist eine vierteljährliche Kündigungsfrist zum Schluss des Geschäftsjahres einzuhalten, unter Einhaltung der Zahlungsverpflichtungen (Jahresbeitrag).

Die Streichung von der Mitgliederliste kann der Zunftrat vornehmen, wenn ein Einzelmitglied trotz zweimaliger Mahnung in einer Halbjahresfrist mit seinen Zahlungsverpflichtungen im Rückstand ist. Die Verpflichtung zur Begleichung der Schuld bleibt davon unberührt.

Der Ausschluss eines Mitgliedes erfolgt durch den Zunftrat. Er erfolgt, wenn ein Mitglied das Ansehen der Zunft oder eines anderen Mitglieds, insbesondere des Zunftrates schädigt und diese Verstöße oder Schädigungen trotz schriftlicher Aufforderung (Abmahnung) nicht unterlässt. 
Der Zunftrat entscheidet mit einfacher Stimmenmehrheit. Dem Ausgeschlossenen steht das Recht zu, schriftliche Beschwerde zur nächsten Zunfthauptversammlung einzulegen, die durch Abstimmung mit einfacher Stimmenmehrheit über den Ausschluss entscheidet. Der Beschluss muss dem Ausgeschlossenen schriftlich zugestellt werden.

Bei Beendigung der Mitgliedschaft erlöschen alle Ansprüche aus dem Mitgliedschaftsverhältnis, unbeschadet des Anspruchs des Vereins auf rückständige Beitragsforderungen. Eine Rückgewähr von Beiträgen, Sacheinlagen oder Spenden ist ausgeschlossen.

§ 8 Ehrungen und Ehrenordnung
Die Zunft ehrt Mitglieder für Verdienste um die Zunft und für langjährige Mitgliedschaft.
Zu Ehrenmitgliedern können auf Vorschlag des Zunftrates Personen werden, die sich ausgezeichnet haben. Zur Ernennung ist der Beschluss der Zunftratsmitglieder erforderlich.
Der Titel Oberzunftvogt ist die höchstmögliche Ehrung und kann nach 11-jähriger Führung des Zunftvogttitels von den Mitgliedern des Zunftrates der Zunft bei der Breisgauer Narrenzunft beantragt werden. Er schließt die Ehrung als Ehrenmitglied mit ein und ist nicht an das Alter gebunden. Er hat Ehrensitz im Zunftrat mit Stimmrecht.
Die Zunftnadel in Bronze erhält ein Mitglied nach 5 Jahren, die Zunftnadel in Silber mit Urkunde nach 10 Jahren und die Zunftnadel in Gold mit Urkunde nach 25 Jahren Mitgliedschaft.

Urkunden erhalten, wer dem Zunftrat angehörte und verdiente Mitglieder.

Hausorden in Silber mit Urkunde können an passive Mitglieder, die sich mindestens 7 Jahre aktiv und passiv tätig für die Zunft eingesetzt haben, verliehen werden.

Nach mindestens 25 jähriger aktiver Mitgliedschaft kann ein Mitglied auf  Zunftratsbeschluss das Ehrenhäs erhalten. Der Ehrenhästräger wird von den Aktivpflichten (Pflichttermine, Plakettenverkauf) entbunden, trägt aber weiterhin Maske, Gürtel und Häs unter Beachtung der Hästrägerordnung. Bei der BNZ wird der, in der Zunft jedoch weiter als aktiv geführte, Ehrenhästräger als passives Mitglied umgemeldet, sämtliche BNZ Ehrungen müssen daher erreicht sein. Als äußeres Zeichen der Ehrung erhält der Ehrenhästräger seine Maske als Eigentum.

§ 9 Beiträge
Der Mitgliedsbeitrag sowie die Aufnahmegebühr für Einzelmitglieder werden durch die Zunfthauptversammlung festgesetzt. Ehrenmitglieder sind beitragsfrei.
Der Beitrag ist zum 31. März eines jeden Geschäftsjahres für das laufende Geschäftsjahr zur Zahlung fällig.
Bei der Aufnahme in die Zunft sind eine Aufnahmegebühr sowie der Jahresbeitrag zu entrichten.

§ 10 Organe des Vereins
Organe des Vereins sind

1. die Zunfthauptversammlung
2. der Zunftrat (Vorstand)

§ 11 Zunfthauptversammlung
Die Zunfthauptversammlung ist die Versammlung aller Mitglieder des Vereins. Sie muss jährlich einmal einberufen werden. Im Übrigen ist sie einzuberufen, wenn mehr als die Hälfte des Zunftrates es für erforderlich halten, bzw. wenn mehr als ein Drittel der Mitglieder eine solche schriftlich beantragen.

In der Zunfthauptversammlung, die spätestens 10 Wochen nach Aschermittwoch stattfinden muss, wird vom Zunftvogt der Jahresbericht und vom Kassier der Kassenbericht über das abgelaufene Geschäftsjahr vorgelegt.
Aufgabe der Zunfthauptversammlung ist es auch, zwei Kassenprüfer, welche dem Zunftrat nicht angehören dürfen, zu bestellen, welche die Kasse für das jeweils vergangene Geschäftsjahr vor der Zunfthauptversammlung zu überprüfen haben.
Die Zunfthauptversammlung fasst ihre Beschlüsse mit der einfachen Mehrheit der anwesenden Mitglieder. Satzungsänderungen werden mit Zweidrittel-Mehrheit und die Auflösung des Vereins (§ 15) mit Dreiviertel-Mehrheit der anwesenden Mitglieder beschlossen.

Die Einberufung der Zunfthauptversammlung erfolgt durch Rundschreiben an alle Mitglieder unter Angabe der Tagesordnung. Anträge zur Zunfthauptversammlung bedürfen der Schriftform und müssen mindestens eine Woche vor der Zunfthauptversammlung beim Zunftvogt eingereicht werden.

Die Tagesordnung kann nur folgende Punkte enthalten:

a) Entgegennahme der Berichte des Zunftvogts, des Kassiers und der Kassenprüfer
b) Entlastung des Zunftrates
c) Wahl des Wahlausschusses, in dem kein zur Wahl stehendes Mitglied sein darf.
d) Neuwahlen zum Zunftrat (§ 12 der Satzung)
e) Bestellung der Kassenprüfer
f) Festsetzung der Aufnahmegebühr und des Beitrages
g) Beschlussfassung über die Aufnahme von aktiven Mitgliedern (Hästrägern) und den Ausschluss von Mitgliedern
h) Ernennung von Ehrenmitgliedern
i) Beschlussfassung über Satzungsänderungen
j) Beschlussfassung über die Auflösung
k) Behandlung eingegangener Anträge
l) Sonstiges

§ 12 Zunftrat
Vorstand des Vereins ist der Zunftrat (Vorstand gem. BGB sind die Positionen 1 -– 4). Sie sind einzeln vertretungsberechtigt. Er setzt sich wie folgt zusammen:

Geschäftsführender Zunftrat
Zunftvogt
Stellvertretender Zunftvogt
Kassier
Schriftführer

Erweiterter Zunftrat
Zeremonienmeister
3 Narrenräte
Oberzunftvogt bzw. Oberzunftvögte

Der Zunftrat führt die Geschäfte des Vereins, leitet die Veranstaltungen und bereitet die Beschlüsse der Zunfthauptversammlung vor und setzt diese um.
Seine Beschlüsse fasst er mit einfacher Mehrheit der anwesenden Zunftratsmitglieder.
Den Versammlungsvorsitz führt der Zunftvogt, bei dessen Verhinderung der Stellvertreter.
Die Positionen der Vorstandschaft Nr. 1 - 6 werden von der Zunfthauptversammlung auf die Dauer von 2 Jahren wechselweise gewählt. Er bleibt jedoch solange im Amt bis ein neuer Vorstand ordnungsgemäß gewählt worden ist.
In der Zunfthauptversammlung werden in ungeraden Jahren die Zunftratsmitglieder Ziffer 1, 3 und 5 gewählt, in geraden Jahren die Ziffern 2, 4, und 6.
Bei vorzeitigem Austritt eines Mitgliedes der Pos. 1 - 6 aus dem Zunftrat wird der Nachfolger immer nur für ein Jahr gewählt.
Der Zunftvogt kann ein oder mehrere Mitglieder mit dessen Zustimmung zum Jugendwart ernennen.

§ 13 Oberzunftvogt bzw. -vögte
Die von der „Breisgauer Narrenzunft Freiburg i. Br. e.V.“ ernannten Oberzunftvögte des Vereins sind Kraft ihres Amtes und ihrer Verdienste um den Verein stimmberechtigte Mitglieder des Zunftrates, wenn sie nicht ohnehin schon Mitglieder des geschäftsführenden Zunftrates sind.

§ 14 Protokolle
Die in Zunftratssitzungen und Zunfthauptversammlungen gefassten Beschlüsse sind in ein Protokoll aufzunehmen und vom Zunftvogt bzw. einem anderen Zunftratsmitglied und dem Schriftführer zu unterzeichnen.

§ 15 Auflösung des Vereins
Die Auflösung des Vereins kann nur in einer Zunfthauptversammlung (§ 11) beschlossen werden.
Eine Auflösung kann insbesondere erfolgen, wenn weniger als 12 aktive Mitglieder (Hästräger) vorhanden sind, denen es nach einjähriger Wartezeit nicht gelingt, die Zahl der aktiven Mitglieder über dieses Minimum hinaus zu erhöhen.
Bei Weiterführung des Vereins muss mindestens ein Mitglied des Zunftrates die Weiterführung übernehmen.
Wegen des Verfalls des Vermögens wird auf § 3 hingewiesen.

§ 16 Aktivenordnung
Die Richtlinien über und für die aktiven Mitglieder (Hästräger) sind in einer Aktivenordnung zu regeln.

§ 17 BNZ-Satzung
Die aktiven und passiven Mitglieder des Vereins erkennen die Satzung der „Breisgauer Narrenzunft Freiburg i. Br. e.V.“ an.

§ 18 Schlussbestimmungen
1. Für alle nicht in dieser Satzung festgehaltenen Punkte sind ergänzend die Bestimmungen des BGB heran zuziehen.
2. Der Zunftrat ist berechtigt, redaktionelle Änderungen, soweit sie den Sinn dieser Satzung nicht verändern, sowie solche, die behördlicherseits angeordnet werden, vorzunehmen.
3. Mit dieser Satzung verlieren alle bisherigen Satzungen ihre Gültigkeit.
4. Vorstehende Satzung wurde in der ordentlich einberufenen Zunfthauptversammlung am 15. März 2008 genehmigt und in Kraft gesetzt.